GESCHICHTE
Der Weg beginnt in den 1950er Jahren, als die Landwirtschaft in Italien und insbesondere in der Region von Treviso aus kleinen Familienbetrieben und Großunternehmen im System der sogenannten Halbpacht bestand. Die Agrarproduktion wurde von einem Handel diktiert, der mit Preisspekulationen operierte. Die Lage der Bauern wurde immer demütigender und führte zunehmend zu Unruhen. Schließlich wurde eine Gewerkschaft für ein "Erwachen" der Bauern gegründet. Entscheidend für eine individuelle und soziale Weiterentwicklung war die Einrichtung einer Landwirtschaftsschule in Castelfranco Veneto. Diese Schule bezog die ganze Familie ein. Am Vormittag besuchten die Kinder den Unterricht und am Abend versammelten sich die Eltern, die während des Tages auf den Feldern gearbeitet hatten, um mit den Fachkräften der Schule zu lernen, zu diskutieren und sich nach einem genossenschaftlichen Ideal zu organisieren. 1968 unternahm eine kleine Gruppe von Bauern aus den Ortschaften Ormelle, San Polo di Piave, Monastier und Ponte di Piave, gemeinsam mit Studenten und einigen Lehrkräften der Landwirtschaftsschule von Castelfranco Veneto, eine Studienreise in einige Gegenden von Frankreich, um sich über den Betrieb von französischen Winzergenossenschaften zu informieren. Am 21. Februar 1969 wird dann die Kellereigenossenschaft "Cooperativa Agricola La Salute" gegründet.